
Bekommt der Beton Risse?
Nach der Wahl zum Stadtrat und Bürgermeister in 2020 bildete sich erstmalig in
Klingenberg eine inoffizielle Koalition aus den Stadträt*innen von SPD, CSU und Freien
Wähler Trennfurt unter der Führung des Bürgermeisters. In gemeinsamen Fraktions-
sitzungen vor den Stadtratssitzungen wurden die Tagesordnungspunkte der folgenden
Stadtratssitzung besprochen und einmütig die Entscheidungen beschlossen.
Wie durch eine verlässliche Quelle bekannt wurde, sind die gemeinsamen
Fraktionssitzungen von den Freien Wählern Trennfurt überraschend aufgekündigt worden.
Über die Gründe kann man nur spekulieren. Möchten die Freien Wähler Trennfurt den
Eindruck bei den Wählern erwecken, dass man unabhängig ist und eigene Standpunkte
hat? Immerhin stellt man ja einen eigenen Bürgermeisterkandidaten. Befürchtet man, dass
solche undemokratischen Absprachen sich auf das Wahlverhalten der Bürger*innen
auswirkt und die eigenen Chancen mindert? Oder möchte man vor den anstehenden
Stadtratswahlen keine Nähe mehr zu den alten Freunden haben? Immerhin stellt jede
dieser politischen Vereinigungen einen eigenen Bürgermeisterkandidaten*in.
Wir von der NMK e.V. hoffen, dass in den verbleibenden vier Monaten bis zur
konstituierenden Sitzung des dann neu gewählten Stadtrats und Bürgermeister*in es zu
ergebnisoffenen Diskussionen kommt. Unbedingt sollten Argumente vor einem Beschluss
Gehör und eventuell auch Berücksichtigung bei der Entscheidungsfindung aller
Stadträt*innen finden.
Auf jeden Fall bietet die bevorstehende Kommunalwahl die Möglichkeit für den Wähler ein
solches Treiben zukünftig zu unterbinden. Wir wünschen uns, dass Offenheit und
Transparenz sowohl im Hinblick auf den Austausch von Argumenten, als auch den
Entscheidungen in das Gremium einkehren und die Bürger*innen in die
Entscheidungsprozesse einbezogen werden. Die Wahl 2026 bietet die Möglichkeit der
Neuausrichtung und eines Politikwechsels. Die Strukturen müssen durch neue Akteure
abgelöst und damit demokratischer werden. Bitte nutzen Sie die Chance.
WIR MACHEN. FÜR ALLE.
Ist es die fehlende Weitsicht, Starrsinn oder einfach Bequemlichkeit?
Ganz egal was es ist, es ist auf keinen Fall akzeptabel. Das Projekt ,,Wohnen am Main mit Nahversorgung, der Hoch4 GmbH unterhalb des neu gebauten Netto-Marktes in Klingenberg entpuppt sich als Sackgasse für alle Nutzer des Fahrradweges zwischen Klingenberg und Röllfeld.
Gemeint ist damit die Vollsperrung des Radweges und die
damit verbundene Umleitung der Nutzer auf die Hauptverkehrsstraße. Das nun täglich unzählige Menschen, gerade Kinder und ältere Menschen, gezwungen werden den Gehweg an der Hauptstraße zu nutzen, ist ein Risiko für alle Verkehrsteilnehmer. Hier muss eine andere Lösung geschaffen werden, um das Wohl aller zu schützen.
Immerhin beginnen die Bauarbeiten erst jetzt und ziehen sich sicherlich bis in das Jahr 2027 hin. Ursprünglich war der zeitgleiche Bau des Marktes und der zwei Wohngebäude beabsichtigt. Trotz erheblicher Bedenken von Stadträt*innen wurde in den Kaufvertrag vorsorglich das Recht zur Nutzung des Fahrradwegs, wenn die Außenanlage des Marktes fertig gestellt ist, durch Baufahrzeuge von Hoch4 aufgenommen und durch die Mehrheit beschlossen.
Die ganze Misere nahm Ihren Lauf, als die Hoch4 GmbH nach dem ersten Bebauungsplan auf die Stadt Klingenberg zukam und resümierte, daß sich der Bau mit zwei separaten Gebäuden (a´ zwei Stockwerke plus Staffelgeschoß) nicht lohne und man hier ein zusammenhängendes, großes Gebäude mit drei Stockwerken plus Staffelgeschoß bauen müsse um wirtschaftlich zu sein. Die Umplanung dieses Vorhabens brachte eine enorme Zeitverzögerung mit sich, so dass der gemeinsame Bau nicht mehr möglich war. Der Stadtrat hat mehrheitlich den Wünschen von Hoch4 entsprochen.
Auch nach Wiedereröffnung bleibt abzuwarten, in welchem Zustand sich der Radweg befindet, wenn sich dort Baumaschinen und anderes schweres Gerät über Monate hinweg bewegt haben. Oder ist hier eine Wiederherstellung durch die Hoch4 GmbH vereinbart?
Auf jeden Fall wurden die Belange und vielleicht auch Wünsche der Bürger nicht berücksichtigt zugunsten wirtschaftlicher Interessen.
Diese neue Planung wird eine Aussicht auf den Main und unseren schönen Stadtteil Trennfurt weiter verbauen und ein deutlich höheres Verkehrsaufkommen auf dem Parkplatz des Supermarkts und der Auffahrt Wilhelmstraße verursachen. Schade, dass hier wieder einmal die Bürger nicht mit ins Boot geholt wurden, um den Sachverhalt zu diskutieren. Vielleicht wären dann die oben geschilderten Missstände früher aufgefallen und hätten verhindert werden können.
Fazit:
Hier entsteht der Eindruck, dass Planung über die Köpfe der Bevölkerung hinweg erfolgt und wirtschaftliche Interessen wichtiger sind als sichere Wege und ein funktionierendes Miteinander im öffentlichen Raum. So verspielt man Vertrauen – und schafft Probleme, die vermeidbar gewesen wären. Ein Politikwechsel mit der bevorstehenden Kommunalwahl ist notwendig !!
